Auf den Spuren eines Fotos

Ausstellung vom 11.01.2012 bis 20.01.2012

Öffnungszeiten:

Mo-Do 8.00-16.00 Uhr
Fr 8.00-12.00 Uhr

2100 Korneuburg, Stockerauer Straße 80

Mit dieser Ausstellung bietet der Verein Yad Layeled France in Kooperation mit Yad Layeled Austria an, die Geschichten von zehn jüdischen Kindern zu entdecken, die den zweiten Weltkrieg erlebt und überlebt haben. Diese Zeugen leben noch heute. Ihre Erzählungen erlauben, dass wir uns mit einem der dunkelsten Kapitel des Krieges auseinandersetzen, die Gerechten, durch deren Hilfe die Kinder überlebten, zu ehren und an die zu erinnern, die nicht gerettet werden konnten.

Die Jugendlichen der Landesberufsschule Korneuburg werden mit Ihren Lehrern einzelne Schicksale dieser zehn Kinder in der Ausstellungszeit erarbeiten.

Projekt

"Berufsorientierung"

 

In der Landesberufsschule Korneuburg veranstalten zwei Schülerinnen der BHAK-BHAS Hollabrunn einen Workshop zu Lehrberufen mit SchülerInnen der Polytechnischen Schule Stockerau.

 

Ein Bericht in der NÖN - Ausgabe Woche 49/2011

 

 

 

Aktivitäten

Konflikte lösen – Streit schlichten

Ein Friedenserziehungsprojekt im NÖ Landesjugendheim Korneuburg
und der Landesberufsschule Korneuburg

Im Landesjugendheim Korneuburg werden etwa 130 Lehrlinge in 14 verschiedenen Berufen ausgebildet. Im täglichen Zusammenleben bleiben daher Konflikte zwischen den Jugendlichen nicht aus. Damit wir diese Kontroversen gemeinsam mit den Lehrlingen konstruktiv lösen können müssen wir davon abgehen, stets für die Jugendlichen die Konflikte zu bereinigen, sondern den Lehrlingen die Chance geben, ihre Auseinandersetzungen vorerst selbst zu bearbeiten und nur bei Bedarf unterstützend einzugreifen.

In Anlehnung an die Peer Mediation werden die Jugendlichen mit Kommunikations- und Verhaltenstrainings geschult, damit sie auf aggressionsbetonte Situationen in der Werkstatt bereits in einem frühen Stadium deeskalierend wirken können, bevor der Lehrmeister eingreifen muss. Den Abschluss dieser Schulungen bildet die Friedenswoche auf Burg Schlaining.

TeilnehmerInnen:

Jeweils 2 Lehrlinge aus folgenden Werkstätten:

Tischler

Sanitär- und Klimatechnik

Bäcker

Elektrotechnik

Landschaftsgärtner

14 Stunden werden die Lehrlinge im Landesjugendheim zu folgenden Themen unterwiesen:

Verhaltensregeln

Feedback

Strukturiertes Rollenspiel

Kooperation und Kommunikation

Sozial kompetentes Verhalten

Rechtliche Grundlagen (Jugendschutzgesetz)

Dazu kommen Gespräche in den Werkstätten mit den Jugendlichen und deren Lehrmeistern.

Den Abschluss bildet die Reise zum Friedenszentrum Burg Schlaining, um den Jugendlichen innerhalb einer Woche den Zugang zu ihren eigenen Gefühlen, zu ihren Mitmenschen und zu ihrer Umwelt nahe zu bringen und zentrale Themenbereiche wie Konflikt, gewaltfreie Konfliktlösung und Frieden zu bearbeiten.

Was ist eigentlich Peer Mediation?

- PEER - GROUP: Gruppen von etwa gleichaltrigen Kindern oder Jugendlichen (Jugendgruppen, Cliquen, Banden). „Peer" bedeutet auch gleich sein bezüglich des Ranges und Status, folglich ist das Alter nur ein Kriterium neben dem des Status.

- PEER – GROUP – EDUCATION: Aufklärung von Gleich zu Gleich. Angehörige einer sozialen Gruppe/gleicher sozialer Stellung informieren sich gegenseitig.

- MEDIATION: Strukturiertes, freiwilliges Verfahren zur konstruktiven Beilegung eines Konfliktes.

- PEER – MEDIATION: Schülerinnen und Schüler werden zu Streitschlichterinnen und Streitschlichtern oder zu Streitschlichte-Ausbildnerinnen und -Ausbildnern ausgebildet;

Dies geschieht in Projekten, die zur konstruktiven Konfliktbewältigung in sozialen Systemen, Schulen, Heimen eingeführt werden.

METHODEN:

Genaues Zuhören

Genaues Nachfragen

Spiegeln

Kommunikationstechniken wählen/

Kommunikationstechniken einsetzen

ZIELE:

Verbesserung des sozialen Klimas

Teil der Gewaltprävention

Entlastung von Alltagskonflikten

Vermittlung von Wissen, Kompetenzen, Werten

Übertragen von Eigenverantwortung

Konfliktfähigkeit

Entwickeln von Rechtsbewusstsein

Toleranz fördern

WIE PASST DIESES PROJEKT ZU UNSERER ARBEIT im Landesjugendheim - und in der Landesberufsschule Korneuburg?

Die Jugendlichen sollen neben fachlichem Wissen auch Lebenskompetenzen erwerben.

Mediation ist auch Teil einer Gewalt– und Suchtprävention.

Dr. Karl Kleemaier      LM Cene Gashi BEd.

Korneuburg, 28.11.2011

 

 

 

 

SUBLEVO

Projekt für Jugendliche mit Pferden,

um deren soziale Kompetenz besonders zu fördern.

Konzeption: Soz. Päd. Regina Teuschl und Dipl. Soz. Päd. Andrés Crespín

Sublevo: Lateinisch für unterstützen, fördern, helfen

Seid dem Jahr 2009 findet das Projekt in Porrau 37, 2013 Göllersdorf in Niederösterreich, statt. Geleitet wird das Projekt von Soz. Päd. Regina Teuschl (Fena Übungsleiter-Western, Fena Übungsleiter Voltigieren, Fena Wanderreitführer-Western, ) und Dipl. Soz. Päd. Andrés Crespín

Am Pferdehof Porrau liegt der Schwerpunkt auf der Beziehung Mensch-Pferd. Zusätzlich wird die Erlebnispädagogik rund ums Pferd und den Alltag vermehrt einbezogen.

Wir nächtigen in einem Tipi, das am ersten Projekttag gemeinsam mit den Jugendlichen aufgestellt. Für die Verpflegung ist, gemeinsam mit dem Soz. Päd. Andrés Crespín, immer ein anderer Jugendlicher zuständig. Es wird gemeinsam eingekauft und gekocht. Ein wichtiger Punkt ist auch die Feuerstelle, die täglich befeuert und gepflegt werden muss.

Wir wollen gemeinsam mit den Pferden der Natur nahe sein, uns nach dem Sonnenaufgang und Untergang richten. Beim Beobachten der Pferde auf der Weide wird das Herdenverhalten von den Jugendlichen hautnah wahrgenommen und erlebt. Am Abend bietet uns das Lagerfeuer Licht, Wärme und schafft Raum für Gespräche, trommeln, musizieren und singen. Die Pferde werden von den Jugendlichen täglich morgens und abends gefüttert und versorgt – Verantwortung wird übernommen.

Mit den Pferden arbeiten wir im Roundpen und am Viereck. Der Schwerpunkt liegt dabei bei der Bodenarbeit aber auch das Getragenwerden und Reiten findet seinen Platz.

Das Projekt gliedert sich in 5 Module zu jeweils drei Tagen und einmal fünf Tagen - Witterungsbedingt von Mai bis September.

Die 5 Module bieten den Jugendlichen die Möglichkeit sich besser kennen zu lernen, sich zu spüren, persönliche Grenzen zu erfahren, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen und gemeinsam viel Spaß haben.

Ziele

Antworten auf folgende Fragen zu finden:

Wie stelle ich mich auf ein fremdes Lebewesen ein, welches auch noch eine fremde Sprache spricht ...wie deutlich und klar teile ich mich mit ...wie bewusst bin ich mir meiner eigenen Stimmungen ...wie gehe ich dann damit um ...wie ziehe ich klare Grenzen ...wie gehe ich mit Aggression um ...wie sehr oder wie wenig bin ich im Hier und Jetzt ...wie und welche Rolle nehme ich ein ...wie gehe ich mit Zeit und Entwicklungsprozessen um ...welche mentalen Haltungen motivieren oder blockieren mich ...wie begegne ich mir selbst und anderen ...wie stehe ich zu mir und meinem Körper ...kann ich Verantwortung für mich und die Gruppe übernehmen ...wie löse ich gestellte Aufgaben ...

Die Auswahl der 6 Jugendlichen erfolgt in Abstimmung mit der Pädagogischen Leitung und der Sozial Pädagogen der jeweiligen Wohngruppen.

Partner Pferd

Auch Pferde sind wie wir Menschen soziale Lebewesen. Sie leben in einem Herdenverband, in dem es Regeln und eine Hierarchie gibt, der auch Sicherheit und Komfort bietet. Um mit Pferden sinnvoll arbeiten zu können, müssen wir Menschen

uns in dieses System einfügen.

Dabei spielen die drei Säulen Aufmerksamkeit, Vertrauen und Respekt eine wichtige Rolle.

Das Medium dafür ist die Körpersprache.

Das Pferd braucht ein Leittier, das ihm Komfort und Sicherheit bietet - es vertraut ihm immerhin sein Leben an. Um das geben zu können, muss der Mensch eine Balance zwischen Vertrauen und Respekt schaffen und permanent aufmerksam sein. Nur dann wird das Pferd freiwillig mit ihm zusammenarbeiten.

Beziehung Mensch – Pferd

Wenn wir mit anderen Menschen in Beziehung treten, brauchen wir gegenseitige Aufmerksamkeit.

Ohne diese gibt es kein Lernen, keine positive Entwicklung, kein Aufeinander -Eingehen. Wenn wir voneinander etwas annehmen wollen, brauchen wir dazu Vertrauen in uns, aber auch in unser Gegenüber.

Wenn Beziehung gelingen soll, brauchen wir auch noch Respekt - vor der eigenen Persönlichkeit und vor der Kompetenz des Anderen.

Diese beiden Dinge - Respekt und Vertrauen - müssen sich im Umgang mit anderen die Waage halten um akzeptiert zu werden.

Dies ist neben dem erlebnispädagogischen Wert das Hauptziel des Projekts -Vertrauen und Respekt in mich und mein Umfeld, kombiniert mit der notwendigen Aufmerksamkeit.

Copyright 2011 Regina Teuschl / Pferdehof-Porrauv